Ja, das war ich
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Meine Geschichte

Im Sommer 2007 lernte ich Josef, meinen späteren Freund und Begleiter kennen und er wird weiters über uns berichten.

Ich bin Josef, Elenas Begleiter und hier ist Elenas Gechichte.                                 Vom Rollstuhl auf die eigenen Füsse.

Ich zog im Frühjahr 2007 nach Stadt Haag. Kurz darauf wurde mir ein junger Mann im Rollstuhl vorgestellt, den ich seitdem regelmäßig besuchte. Er arbeitet in der Behindertenwerkstatt in Haag und wird deshalb jeden Morgen mit einem Bus abgeholt und abends wieder heimgebracht. Bei dieser Gelegenheit bemerkte ich in diesem Bus unter anderem ein Mädchen in ihrem Rolli. Ganz traurig und verzagt schaute sie drein. Ich grüßte sie alle und wurde zurückgegrüßt. Im Gespräch erfuhr ich, dass sie Elena heißt und aus Kleinraming kommt. Kurz darauf lernte ich ihren Vater kennen, da er turnusmäßig den Bus fährt und wir kamen ins Gespräch. Dabei erfuhr ich unter anderem, dass sie seit der Geburt spastisch ist und zurzeit, außer Werkstatt, mit ihr nichts unternommen wird. So nahm ich mich mit Erlaubnis ihrer Eltern therapeutisch um sie an. Da sie gerne volkstümliche Musik hört, nahm ich sie auch zu einigen Musikveranstaltungen mit, wobei sie immer mehr „auftaute“ und schon mal Begeisterung zeigte. Bei unseren vielen Gesprächen fragte sie mich schon mal, warum sie behindert ist und nicht gehen könne. Ich erklärte ihr, dass sie in diesem Leben mit ihren Einschränkungen ihre Aufgabe zu erfüllen habe. Mit der Zeit lernte sie damit umzugehen und zu akzeptieren. Eines Tages, wo sie mich wieder wegen des - Nichtgehen können - fragte, war meine Antwort, ob sie gehen möchte, sie wirklich gehen möchte und sie bejahte. Ich fragte noch mal nach, ob sie wirklich gehen können möchte, auf ihr Ja gab ich ihr zu verstehen, dass es nicht leicht und langwierig werden könnte, aber sie blieb dabei. Inzwischen wusste ich schon viel über sie wegen ihren Hüften und sonstigen Einschränkungen. Also Termin im KH Steyr: Hüften röntgen. Der dortige orthopädische Arzt gab uns zu verstehen, dass ihre Hüften nicht korrigierbar wären. Ich ließ mir eine CD mit den Bildern geben und schaute mir sie zu Hause noch mal in Ruhe an. Da ihre Hüften mittlerweile schon schmerzten, musste was geschehen. Mit Rücksprache  ihrer Eltern besorgte ich mir im orthopädischen Krankenhaus in Heidelberg ( D ) einen Termin, da ich das Krankenhaus kannte. Eine Woche später wurde ich von Heidelberg zurückgerufen und an den Orthopäden OA Dr. Großbötzl verwiesen. Nach meinem Anruf bei dem besagten Arzt bekam ich auch schnell einen Termin. Mit ihr und ihren Eltern nahm ich den Termin auch wahr. Er war bereit gegen ihre Schmerzen mit Infiltrationen zu helfen, was kurzfristig auch half. Nur eine Dauerlösung war das für mich keine. Also wieder Heidelberg kontaktiert. Einige Tage später rief mich Dr. Großbötzl zurück, das ich nicht nach Heidelberg brauche, da der dortige Spezialist  im orthopädischen KKH in Aschau im Chiemgau die Leitung übernahm. Also Anruf in Aschau und Termin gemacht. Im Sommer 2011 wurden wir dort mit Elena vorstellig. Nach eingehender Untersuchung wurden wir uns über eine Korrektur ihrer rechten, der schmerzhafteren Hüfte, einig.                 OP Termin 1.12.2011.

Siehe OP

 Endlich wieder zu Hause

Jetzt mussten wir erst schauen, wer – wann – bzw. welche Therapien für Elena machbar waren. Von vorherigen Therapien wussten wir auch, dass ihr Unterwassertherapien  gut bekamen und  in Bad Hall deshalb auch gleich Termine festlegten. Für die Physiotherapie kam das Physikalische Institut in Haag in Frage, wo es auch gleich mit Terminen klappte. Etliche Tage blieben wir bei Elenas Eltern. Auch Weihnachten verbrachten wir in Kleinraming. Silvester feierten, Elena und ich, bei mir in Haag, wo wir die meiste Zeit verbringen. Vom 28. 2. 12 bis auf weiteres sollte Elena wieder nach Aschbach. Am 2. 3. 12 holte ich sie wieder von Aschbach zu mir, wo sie die nächste Zeit auch bleiben wollte, da es in Aschbach mit den Therapien Probleme gab. Wir hatten ohnehin viel zu tun. Neuer Rollstuhl mit neuer Sitzschale wurde fällig, genauso eine Gehhilfe.

Bei der Nachuntersuchung im Februar 2012 wurde vereinbart, da sie momentan keine Schmerzen hat, die OP der zweiten Hüfte auszusetzen. Also Reha beantragt die auch bewilligt wurde. Passende Rehaklinik gesucht und mit Wilhering scheinbar auch die Passende gefunden. Termin bekamen wir für Juni 2012. Das war mir zu spät, also wieder nachgefragt. Einige Tage später bekamen wir einen Termin für   18. April 2012, war schon besser. Am Donnerstag, den 22. März 2012 waren wir, Elena, ihr Vater und ich in Bad Hall zur Unterwassergymnastik. Ich wollte Elena gerade ins Wasser heben, als Elena mich auf mein läutendes Handy aufmerksam machte und ich ging ran. Es war Wilhering und wurde uns ein noch früherer Termin angeboten, und zwar der 29. März 2012, den ich natürlich sofort annahm. Ich gab das auch gleich der Elena und ihrem Vater kund. Später auch ihrer Mama. Die kommende Woche war für die Vorbereitung zur Reha gerade noch recht. Also wieder alle bis Mai 2012 terminierten Therapien storniert und Vorbereitung zur Reha getroffen. Jetzt wurde Elena natürlich etwas nervös. Dienstag noch mal zur Unterwassertherapie nach Bad Hall. Am Mittwoch packen und zu Elenas Eltern nach Kleinraming.

Siehe Reha

Am 27. April 2012 waren wir wieder zu Hause.

Seit 6. Mai 2012 ist Elena wieder in Aschbach und von dort werden jetzt mit Elena die weiteren Schritte und Therapien zum “Gehen” unternommen.


Heute, 3. Juli 2012, 10 Uhr, habe ich endlich meinen neuen Rolli bekommen. Er ist vielseitig nutz - und versellbar, passt super wie  “angegossen”. Er wurde von meinem Freund ausgesucht und die Sitzschale nach seinen Vorgaben angefertigt und meine Mutter hat die Farben dazu ausgesucht.


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